Grisu
... kam im November 2008 nach Mikas Tod zu uns.Da Tristan und Kimi ein Paar waren und Erik Loki tröstete, dachten wir, einen Hahn dazu zu holen wäre das Richtige.
Grisu wurde abgegeben, da er in seinem bisherigen Schwarm weder einen Partner noch richtigen Anschluß zu den anderen Wellis gefunden hatte und in der Hoffnung, dass er damit in einem anderen mehr Glück haben würde.
Ich hatte zu der Zeit in verschiedenen Wellensittich-Foren nach einem Neuzugang für unseren Schwarm gesucht, kam einen Nachmittag nach Hause und las die Antwort, der gleich ein Foto von dem Grauen beigefügt war - und da war es um mich geschehen.
Schon kurze Zeit später zog er bei uns ein.

Eigentlich hatten wir gehofft, aus Keke und Grisu würde ein Paar, denn die kleine Gelbe flog bei uns zu der Zeit immer noch als Single durchs Wohnzimmer.
Aber ein weiteres Mal wurden wir eines Besseren belehrt, denn die beiden interessierten sich kein bisschen für einander.
Grisu wurde auch bei uns zum Einzelgänger. Oft saß er allein auf dem Welli-Baum und balzte einen Ast an und erzählte stundenlang vor sich hin.
Annäherungsversuche an die Anderen gab es nicht sehr viele und sie dauerten auch nicht lange an. Wir fürchteten schon, dass Grisu bei uns ein ähnliches Schicksal ereilen würde wie in seinem vorherigen Schwarm und er ewig ein Einzelgänger sein würde.
Doch mit Lokis Tod kam die Veränderung: Erik wurde zwangsläufig wieder Single und Grisu taute langsam auf - allmählich fanden die beiden zusammen.
Mittlerweile sind die beiden zu einer festen Größe in unserem Schwarm geworden.

Es hat seine Zeit gedauert bis der anfangs etwas eigenbrötlerische Grisu sich hier wirklich in den Schwarm eingelebt hat. Dafür hat er jetzt aber seinen Platz gefunden und ist meist beim alltäglichen Trubel dabei und nur noch selten abseits.
Auch hat er mit den anderen Hähnen Freundschaft geschlossen - es ist sehr witzig anzusehen, wie oft drei oder vier von ihnen in einem kleinen Kreis sitzen und vor sich hinzwitschern als würden sie einen Kriegsrat abhalten.
Mit unseren Hennen dagegen kann er bis heute nicht wirklich etwas anfangen.
Uns steht er auch nach einem halben Jahr noch etwas skeptisch gegenüber und hält meist lieber einen Sicherheitsabstand ein.
Seitdem er und Erik aber ein Paar sind, hat er sich anscheinend von seinem recht furchtlosen Freund abgeschaut, dass ihn nichts passiert, wenn er für Kolbenhirse auf die Hand kommt.

Der Artikel wurde am 05.06.2009 von Bea veröffentlicht.
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