Mika († 06.11.08)
... zog gemeinsam mit Tristan bei uns ein.Anfangs war sie recht schüchtern, doch schon bald gewannen wir ihr Vertrauen.
Mika war wesentlich ruhiger als Tristan, was bei den beiden zu Problemen führte.

Häufig war sie von seinen permanenten Annäherungsversuchen genervt, was aber besser wurde, nachdem Loki einige Monate nach den beiden ebenfalls bei uns einzog.
Je größer mit der Zeit der Schwarm wurde, desto deutlicher war zu sehen, dass Mika das Sagen hatte. Nicht, dass sie sich durch Beißen oder Ähnlichem durchsetzen musste, sie verteidigte ihre Position als Schwarmchefin ganz ruhig und zurückhaltend, aber jeder der anderen Pieper wusste, dass sie die Nummer 1 war.
Nachdem die kleine Maus mit dem von uns für sie ausgesuchten Partner nicht wirklich glücklich wurde, entdeckte sie einige Monate vor ihrem Tod die Liebe als sie nach einiger Zeit auf Lokis Annäherungsversuche einging.
Die beiden verbrachten die meiste Zeit des Tages zusammen.
Zu ihrer Zeit war Mika die Zutraulichste bei uns im Schwarm. Für Kolbenhirse kam sie jederzeit auf die Hand und das Allergrößte war es für mich, als sie eines Tages - ich saß wie jetzt vor dem Computer - einfach auf meiner Schulter landete. So als ob sie einmal schauen wolle, was ich so treibe.
Von mir aus hätte es ewig so weiter gehen können mit meinem - zugegebener Maßen - kleinen Liebling.
Aber das sollte nicht sein.
Eines Morgens Anfang November begrüßte ich die Wellis wie jeden Morgen. Aber anstelle von sechs saßen nur fünf oben auf den Stangen in der Voliere.
Mika kauerte wie ein Häufchen Elend in der hintersten Ecke auf dem Boden. Sie muss wohl schon in der Nacht kraftlos von der Stange gefallen sein. Wir waren völlig überrascht, dass es ihr auf einmal so schlecht ging; den Tag davor war sie wie immer gewesen.
Behutsam setzen wir sie in eine Transportbox und machten uns auf zum Tierarzt. Auf dem Weg dorthin verschlechterte sich ihr Zustand weiter, sie hatte offensichtlich Schmerzen und da sie in der letzten Zeit die Scheu vor uns immer mehr verloren hatte, nahm ich sie aus der Box und redete ihr zu, dass sie jetzt noch nicht gehen dürfte. Sie sah mich an und gab dann einen Schmerzenslaut von sich, den ich mein Leben nicht vergessen werde.
Danach starb sie in meinen Händen kurz bevor wir beim Tierarzt ankamen.
Woran sie litt, wissen wir nicht. Wir haben sie noch am selben Tag bei meinen Eltern unter einem Mandelbäumchen beerdigt.
Nicht nur bei uns, sondern auch im Schwarm und vor Allem bei Loki hat Mika eine große Leere hinterlassen.

Wir werden Dich immer in unseren Herzen tragen, kleine blaue Maus und nie werde ich das Gefühl von Deinen Füßchen auf meiner Schulter vergessen!
Der Artikel wurde am 07.06.2009 von Bea veröffentlicht.
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