Das Schwärmchen ...
... besteht momentan aus Tristan, Keke, Grisu, Lara, Finn, Miguel, Sergej, Neela, Mia, Finja, Aljoscha, Jelena, Jurij und Emma - 14 bunt zusammen gewürfelte Wellis, jeder mit seiner eigenen kleinen Geschichte.Nachdem die ersten Wellensittiche noch aus der Zoohandlung stammen, habe ich mich nach Kimi dazu entschieden, nur noch Abgabevögel aufzunehmen, die aus irgendwelchen Gründen ein neues Zuhause suchen. Diese Entscheidung habe ich nie bereut.
Mittlerweile ist das Geschlechterverhältnis mit 7:7 komplett ausgewogen, aber auch mit einem Herrenüberschuß gab es bei mir keine Probleme. Jeder scheint seinen Platz gefunden zu haben und mit ihm zufrieden zu sein.
Ich versuche den Kleinen ein so weit wie uns möglich artgerechtes Leben zu bieten. Dazu haben sie den ganzen Tag über Freiflug in ihrem Vogelzimmer, mehrere Spielplätze und natürlich ihre Voliere, in die sie sich aber meist nur zum Schlafen und Fressen zurückziehen.
Ich sorge für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und sollte einer der Pieper krank werden, wird nicht an einem Besuch beim vogelkundigen Tierarzt gespart.
Keiner meiner Wellensittiche ist wirklich zahm, hätte ich jedoch ein Tier gewollt, dass zum Kuscheln oder Ähnlichem kommt, hätte ich mich wohl eher für einen Hund oder eine Katze entschieden.
Sie sollen hier alle ganz und gar Welli sein können. Natürlich ist es schön, wenn sie für Kolbenhirse auf die Hand kommen oder einen in einem ganz mutigen Moment auch mal einfach so anfliegen. Aber ich will für sie nicht die Bezugsperson sein auf die sie geprägt sind und deren Sprache sie eventuell sogar noch nachahmen.
Für mich ist es viel schöner, wenn sie zu mir kommen, ohne dass sie es wirklich müssen, weil ja immer genug Andere zum Spielen und dergleichen da sind. Das ist ein echter Vertrauensbeweis, der mich stolz macht.
Darum beachtet immer: Wellensittiche sind Schwarmtiere! Sie brauchen ihre Artgenossen wie die Luft zum Atmen.
Ein Welli in freier Wildbahn ist nicht eine Minute in seinem Leben allein, er ist immer umgeben von Hunderten oder sogar Tausenden die so sind wie er. Und das steckt auch heute noch in unserem Stubenwelli - ein Mensch ist und kann da auch gar kein Ersatz sein, auch nicht, wenn er 24 Stunden am Tag mit dem Tier verbringt.
Es ist außerdem ein Ammenmärchen, dass mehrere Vögel nicht zahm werden. Es gibt genug andere Wellensittich-Halter mit noch größeren Schwärmen, in denen die Tiere weitaus zutraulicher sind. Das ist alles nur eine Frage der Zeit und Geduld und abhängig von den Charakteren der Pieper.
Darum bitte immer mindestens zu zweit!

Der Artikel wurde am 01.06.2009 von Bea veröffentlicht.
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