Lilli zieht aus
Tja, der Titel sagt ja eigentlich schon Alles: Lilli ist wieder ausgezogen, zurück zu ihrer vorherigen Körnergeberin.Leider hat es bei uns nicht gepaßt: Sie hat unsere anderen Mädels verkloppt, ständig Alles und Jeden von überall vertrieben ... Es wurde auch mit der Zeit nicht besser.
Außerdem ist die Kleine extrem neugierig geworden und uns zweimal fast abgehauen.
Wir haben vor der Wohnzimmertür einen Vorhang - damit die Tür offen stehen kann und das Wohnzimmer indirekt etwas Frischluft abbekommt, da wir ja so tagsüber nicht lüften können.
Dieser Vorhang war Lilli allerdings schnuppe und sie hatte verdammt schnell raus, wie man da durch kommt. Das Problem war nur, daß in den angrenzenden Zimmern die Fenster offen standen! Wir hatten großes Glück, daß sie uns nicht entfleucht ist.
Ab dem Zeitpunkt war sowohl die Wohnzimmertür immer zu als auch meist die restlichen Fenster in der Wohnung.
Dann hat sich die junge Dame aber einfallen lassen, daß man ja auch immer warten kann, bis ein Federloser die Tür mal aufmacht und durch den Vorhang geht. Dann ist sie losgestürtzt, um ebenfalls aus dem Zimmer zu fliegen. Oder landete auf der Tür und ist auch nicht weg, wenn man sie zu machen wollte. Dabei wär sie mehrmals um ein Haar eingeklemmt worden, weil man nicht immer damit rechnet, daß da oben noch jemand sitzt.
Nun, wo sie wieder ausgezogen ist, spürt man deutlich, daß wieder eine gewisse Ruhe eingekehrt ist. Denn irgendwie wirkten die anderen Pieper die Zeit über immer sehr nervös - außer Tristan, der fand die Kleine toll.
Jetzt gibt es zur Mittagszeit wieder die vorher gewohnte Siesta - es wird gedöst und sich geputzt. Das ging in der Zeit von Lilli's Anwesenheit nicht, denn sie brachte alle immer aus der Ruhe.

Ich hoffe sehr, Lilli Schattenfell ist in ihrem alten neuen Zuhause glücklich - aber ich denke, es war für uns die richtige Entscheidung.
Bei ihrem Entdeckerdrang, den sie vorher so nie gezeigt hat, ist ein reines Vogelzimmer wie sie es jetzt (wieder) hat wahrscheinlich besser, denn dort gibt es einfach noch weniger Gefahrenquellen als bei uns hier im Wohnzimmer.
Der Artikel wurde am 18.09.2009 von Bea veröffentlicht.
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