Tristan
... zog Mitte Januar 2008 zusammen mit Mika bei uns ein.Wie vermutlich die meisten Anderen, holten auch wir unsere ersten Wellis in einer Zoohandlung und obwohl die Beiden dort in zwei verschiedenen Käfigen (getrennt nach Männchen und Weibchen) auf ein neues Heim warteten, wurden sie bei uns sehr schnell ein Paar.
Tristan ist der Aufgeweckteste im Schwarm und braucht am meisten Beschäftigung - und er ist auch der Grund, warum aus zwei so schnell mehr Wellis wurden ...
Den ganzen Tag lang klebte er an Mika, ließ sie praktisch nie in Ruhe. Ständig wollte er schnäbeln, sie kraulen oder füttern oder forderte sie dazu auf, ein paar Runden mit ihm zu drehen.
Dieses Temperament war Mika eindeutig zu viel. Wenn sie ihn dann weghackte, fing Tristan an zu kreischen. Ohne Pause. Von Sonnenauf- bis -untergang.
Das strapazierte unsere und Mikas Nerven mit der Zeit so sehr, dass wir sogar überlegten, einen Schwarm und damit ein neues Zuhause für die beiden zu suchen.
Andererseits haben wir auch selbst den Platz für mehr als zwei Wellis und da wir uns nicht von den beiden trennen konnten, zog ein paar Monate nach ihnen Loki bei uns ein.
Tristan war zusehends ausgelasteter, aber die Dreierkonstellation hat vor allem Loki nicht glücklich gemacht.

Tristan ist der Kleinste der Rasselbande, aber auch der Mutigste: alles Neue wird zuerst von ihm erkundet. Wenn er dann meint, es besteht keine Gefahr, kommen die Anderen nach.
So kommt er meist als Erstes für Kolbenhirse auf die Hand, überraschte uns eines Tages damit, erst auf dem Boden und wenig später auf der Couch spazieren zu gehen.
Immer wieder findet er etwas Neues, was sein Interesse weckt.

Er erzählt von früh bis spät - er ist immer der Erste, der morgens einen Pieps von sich gibt und abends der Letzte, der still ist.
Und weil er eben ein kleiner Hyperaktiver ist, hat er auch gleich zwei Frauen um sich geschart: Kimi und Keke, bei denen er es erstaunlicher Weise schafft, keine zu bevorzugen und beiden gleichviel Aufmerksamkeit entgegen zu bringen.
Und nebenher pflegt er auch noch seine Freundschaften mit den Männern im Schwarm.
Bei ihm hat der Tag eindeutig 36 Stunden, bei dem Pensum, das er da unterbringt.
Der Artikel wurde am 02.06.2009 von Bea veröffentlicht.
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